Buchpräsentation "Datteln, Gold und Sklaverei. Saharahandel von der Spätantike bis zur portugiesischen Expansion"

22.02.2026

Buchpräsentation mit den Autoren Peter Feldbauer und Andreas Obenaus

Termin: Freitag, 6. März 2026, ab 16.15 Uhr

Ort: Hauptgebäude Universität Wien, 1010 Wien, Universitätsring 1, Seminarraum 3 (Tiefparterre)

Details (pdf)

Die Sahara ist das größte Wüstengebiet dieser Welt und für viele der Inbegriff von Wüste schlechthin. Trotz ihrer für Menschen lebensfeindlichen Bedingungen stellte sie aber nie eine undurchdringliche Barriere zwischen ihren Randzonen, dem nordafrikanischen Mittelmeerraum und der Savannenzone in Subsahara-Afrika, dar.

Ab dem Beginn des Frühmittelalters gelang es der indigenen Bevölkerung Nordafrikas, den Berbern oder Imazighen, im Zusammenspiel mit den neu an die Macht gekommenen islamischen Eliten sogar regelmäßige Kontakte durch diese Wüste aufzubauen. Dadurch wurde das nun islamische Nordafrika dauerhaft mit den westafrikanischen Reichen am Nigerbogen in Verbindung gebracht. Als Symbol der mittelalterlichen Transsahara-Routen darf in gewisser Weise das einhöckrige Kamel, das Dromedar, gesehen werden. Mit oder auf diesen Lasttieren reisten neben Menschen – ob freiwillig oder unfreiwillig als Sklaven – Waren wie Datteln, Gold oder Salz und ebenso Wissen, Ideen und religiöse Vorstellungen. Bis zum Ende des Mittelalters nahm der Transsaharahandel eine zentrale Rolle im Austausch zwischen Subsahara-Afrika und dem Mittelmeerraum ein, welche in diesem Buch beleuchtet wird.

Buch beim Mandelbaum Verlag


12.2.2026