Vortrag von Michael Mitterauer

15.05.2018

Michael Mitterauer (emer. o. Univ. Prof. Dr. DDr. HC.) spricht am 29. Mai 2018 über "Amalfi - Ein mediterranes Zentrum des Frühmittelalters".

Moderation: Annemarie Steidl

Zeit: Dienstag, 29. Mai 2018 von 18.00 bis 20.00 Uhr

Ort: Bibliothek Geschichtswissenschaften, Hauptgebäude, Stiege 8, 2. Stock

Einführung: Margareth Lanzinger

 

Die süditalienische Stadt Amalfi – 596 erstmals erwähnt – entwickelte sich im Frühmittelalter zu einem mächtigen Handelszentrum. Als „castrum“ auf byzantinischem Reichsboden gegründet war sie zunächst ein Zufluchtsort von Romanen, die sich an der felsigen Küste – von der Landseite her geschützt – an diesem befestigten Ort in Sicherheit bringen konnten. Von Anfang an waren die Amalfitaner auf‘s Meer verwiesen. In einer Schlüsselposition mediterraner Seewege entwickelte sich die Stadt zu einem wirtschaftlichen und kulturellen Ort des Austauschs zwischen Okzident und Orient, zwischen christlichem und islamischem Kulturraum, zwischen Byzantinischem Reich und Europa. „Graeci“, „Romani“ und „Saraceni“ – sie alle hinterließen hier ihre Spuren. Die alte Bischofsstadt wurde von Anhängern aller drei großen monotheistischen Weltreligionen des Mittelmeerraums aufgesucht. Amalfi gilt – neben Venedig, Pisa und Genua – als die älteste der sogenannten „Italienischen Seerepubliken“. Über Pisa hat Michael Mitterauer zusammen mit John Morrissey 2007 ein Buch „Pisa. Seemacht und Kulturmetropole“ (italienisch: „Potenza sul mare e motore di cultura“) vorgelegt. Die beiden Autoren arbeiten nun an einem analog konzipierten Band über Amalfi.