Das Heft widmet sich den Praktiken der Inwertsetzung des menschlichen Körpers nach dem Tod. Die Analysen und Fallstudien reichen von den Stiftungen des Mittelalters über Sammlungspraktiken von Schädeln in der frühen Anthropologie und dem Beerdigungsmarkt des 20. Jahrhunderts bis hin zum aktuellen Umgang mit historischen Grabstätten und Human Remains. Inwiefern unterschieden sich historische Gesellschaften in der wirtschaftlichen Indienststellung, Verwertung und Vermarktung ihrer Toten? Und welche Kontinuitäten lassen sich nachzeichnen? Historische Gesellschaften, so die These des Heftes, brachten unterschiedliche ‚Nekroökonomien‘ hervor.
Historische Anthropologie 3/2022: „Totes Kapital“
14.12.2022