Historische Anthropologie: "Untergänge"

30.06.2021

Themenheft der "Historischen Anthropologie. Kultur – Gesellschaft – Alltag", 29. Jg., 1/2021

Geschäftsführung: Margareth Lanzinger, Mario Keller, Brigitta Schmidt-Lauber, Erich Landsteiner

Herausgeber*innen von 1/2021: Michael Wildt, Beate Wagner-Hasel

Mit Untergängen ist die historische Forschung vertraut. Es gibt sie zuhauf, der Untergang des Römischen Reiches, der Untergang von Atlantis, der Untergang des Dritten Reiches. Manchmal dient der Begriff als Selbstbeschreibung, oft aber handelt es sich um ein nachträgliches historisches Urteil, das nicht immer Bestand hat. Meint im Fall von Atlantis Untergang das Verschwinden einer antiken Stadt, erweist sich der Untergang des Römischen Reiches als eine nachträgliche Konstruktion der Historiker, die inzwischen auf dem Prüfstand steht. Der Band nimmt verschiedene Epochen und Räume in den Blick, das Römische Reich, die antike Stadt Sybaris, um die sich ein ähnliches Narrativ rankt wie um die Stadt Atlantis, den Untergang von Verheißungen in Afrika, den Untergang der DDR.